Baumprojekte in Tansania

Hier finden Sie einige grundlegende Informationen zum Baumprojekt in Tansania.

Afrikaner, die im Aufforstungsprojekt mit kleinen Baumsetzlingen in einem Aufforstungsprojekt arbeiten
sieben Afrikaner in Baumschule, Aufforstungsprojekt
Afrikanischer Mann mit Baumsetzlingen in einem Behälter auf dem Kopf

Wissenswertes zum Baumprojekt

Es handelt sich um 15 verschiedene Einzelflächen mit insgesamt rund 229.700 Hektar Land. Ein 3-Jahresplan gibt konkret vor, wo was gepflanzt wird. Die Jahreszeit und das Wetter bestimmen, welche Setzlinge wann ausgepflanzt werden. Die Akzeptanz für die Baumprojekte in der lokalen Bevölkerung ist hoch.

Vorteile von einem nachhaltigen Baumprojekt
  • sichere Arbeitsplätze
  • stabiles Einkommen, von dem Familien leben können
  • Förderung der Bildung von Kindern
  • Ausweg aus Armut und Hunger
  • soziale Stabilität in der Region.

Armut ist der häufigste Grund, warum Bäume illegal abgeholzt werden. Es geht immer um den Verkauf von Holz, um die eigene Familie zu ernähren. 

Baumpflanzungsprojekte sind die einzige Möglichkeit das zu verhindern, weil sie den Menschen eine neue, nachhaltige Einnahmequelle ermöglichen, von der sie langfristig leben können.

Die Grundstücksflächen gliedern sich in drei unterschiedliche Aspekte:

  • Natur-Reservate = Areale, die durch die Regierung geschützt sind 
  • allgemeine Waldflächen, öffentlich zugänglich, die den Dörfern/Gemeinden gehören
  • Agroforst-Projekte = Farmer besitzen eigenes Land oder bekommen entsprechende Flächen von der Regierung übertragen, für die sie Baumsetzlinge erhalten, um ihre Felder zu bewirtschaften und von den Erträge ein eigenes Einkommen zu erzielen.

Was ist wichtig zu wissen?

  • Keine Kinderarbeit. Die Aufzuchtarbeit in der Baumschule bzw. die Auspflanzung im Gelände erfolgt ausschließlich durch Erwachsene, die fest angestellt sind und ein faires Gehalt für ihre Arbeit bekommen.
  • Die Baumschulen liegen in Flüsschen-/Bach-Nähe und werden über eine eigene Wasserinstallation versorgt.
  • Es gibt nur Mischkulturen, keine Monokulturen, da letzere anfälliger sind für Schädlinge.
  • Pestizide werden nicht eingesetzt. Schädlinge werden auf natürlichem Weg bekämpft, d.h. durch
    a) Diversität von Pflanzen = Schädlinge befallen selten verschiede Arten gleichmäßig und so wird eine Ausbreitung erschwert und
    b) eine natürliche Schädlingsbekämpfung, wie z.B. Enten (die bestimmte Insekten fressen).
  • Das Projekt unterstützt die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, die in der Schule etwas über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Klimaschutz lernen. Das Wissen wird Jugendlichen im Alter von ca. 14-19 Jahren im Rahmen einer zweistündigen Projektarbeit pro Woche in der Schule vermittelt. In Baumschulen, die an die Schulen angeschlossen sind, lernen die Kinder außerdem den direkten Umgang mit den Pflänzchen, die sie selbst züchten und später mit nach Hause nehmen und ihren Eltern, Nachbarn oder Freunden schenken können, um diese auf den eigenen Feldern auszusetzen.

Bananen

Kakao

Kaffee

Loquats

Feigenbaum

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Baumsorten

Gepflanzt werden vorallem einheimische Gewächse. Dazu gehören z.B. Makhamealutea, Oliverbaum, Croton Megerocapus, Ocotea Usambarensis, Kapfeige (Ficus Sur), Ficus Thorningii, Podocarpus Usambarensis etc., aber auch Ertragspflanzen wie Meerrettichbäume, Obst- und Nutzbäume wie z.B. Pfirsich, Feige, Pflaume, Apfel, Banane, Kaffee sowie Waldbäume wie z.B. Kiefer, Eukalyptus etc.